Valladolid P2: Collombon und Touly scheitern früh
Beim Valladolid P2 auf der Premier-Padel-Tour hat der erste Spieltag den französischen Spielerinnen kein positives Ergebnis beschert. Sowohl Alix Collombon als auch Carla Touly verließen das Turnier in der spanischen Stadt bereits in der ersten Hauptrunde – allerdings unter völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. Während Collombon mit ihrer Partnerin Ksenia Sharifova als gesetztes Duo ins Turnier ging, mussten Touly und Amanda Lopez den Weg über die Qualifikation nehmen. Beide Paarungen scheiterten dennoch an erfahrenen Gegnerinnen, die im direkten Vergleich die entscheidenden Momente klarer nutzten.
Das Valladolid P2 gehört zum Kalender der Premier Padel, der weltweit führenden Profi-Serie im Damen- und Herren-Padel. In Valladolid treffen international besetzte Felder aufeinander, die um wertvolle Ranking-Punkte und Preisgeld kämpfen. Für die französischen Akteurinnen lieferte der Auftritt in Kastilien und León ein weiteres Stimmungsbild für die Formlage zu Beginn der Saison 2026.
Collombon und Sharifova unterliegen Caparros und Bidahorria
Die Nummer 16 des Turniers, das Duo aus Alix Collombon und Ksenia Sharifova, musste sich in der ersten Runde der Kombination Marta Caparros und Julieta Bidahorria geschlagen geben. Das Ergebnis lautete 6:3, 6:3 – ein klarer Sieg für die Spanierin und die Argentin, die damit ins Achtelfinale einzogen. Auf dem Papier wirkte die franco-russische Paarung leicht favorisiert: Collombon steht auf Platz 37 der Weltrangliste, Sharifova auf Rang 33. Caparros (41) und Bidahorria (40) lagen dem Ranking nach knapp dahinter, doch im Match überzeugten sie mit einer stabilen Leistung.
Caparros und Bidahorria hielten von Beginn an den Druck hoch und ließen wenig Chancen zu. Collombon und Sharifova konnten punktuell mitspielen, fanden aber nicht die Konstanz, um dem Gegner über zwei Sätze hinweg Paroli zu bieten. Besonders im Return und in den Ballwechseln am Netz wirkten die Siegerinnen souveräner. Für das Turnier bedeutete das eine frühe Überraschung im oberen Teil des Tableaus, für Collombon die Fortsetzung einer schwierigen Phase auf dem Circuit.
Für Alix Collombon bestätigt die Niederlage ein Muster der vergangenen Wochen. Die Lyonerin, eine der bekanntesten französischen Padel-Spielerinnen, kämpft derzeit darum, auf Premier-Padel-Niveau wieder die erwartete Dynamik zu finden. Einzelne starke Phasen wechseln sich mit frühen Ausscheiden ab. Der nächste große Termin wird deshalb besonders verfolgt: Beim Bordeaux P2 will Collombon vor heimischem Publikum versuchen, den Saisonverlauf neu zu beleben.
Touly und Lopez mit gemischten Gefühlen
Ein anderes Bild zeichnete sich bei Carla Touly und Amanda Lopez. Die franco-spanische Paarung war über die Qualifikation ins Hauptfeld gekommen und hatte damit bereits eine erfolgreiche Turnierwoche hinter sich. Gegen Lorena Rufo und Jessica Castello lieferten Touly und Lopez ein enges Match, das erst im Tie-break des ersten Satzes seine Richtung fand. Am Ende siegten die beiden Spanierinnen mit 7:6, 6:3 und beendeten den Lauf der Außenseiterinnen.
Der Verlauf machte die Niederlage besonders bitter. Im ersten Satz gelang der franco-spanischen Paarung ein Break, und lange wirkte es, als könnten sie eine etablierte Kombination des internationalen Circuits unter Druck setzen. Rufo und Castello kämpften sich zurück, hielten in den entscheidenden Momenten die Nerven und entschieden den Tie-break für sich. Dieser Wendepunkt prägte den Rest des Matches: Im zweiten Satz zogen die Siegerinnen mit 6:3 davon.
Trotz des Ausscheidens bleibt das Fazit für Touly und Lopez insgesamt ermutigend. Der Weg durch die Qualifikation, das hohe Niveau gegen Rufo und Castello sowie die Tatsache, dass sie lange mit einer erfahrenen Paarung mithalten konnten, gelten als positive Signale. Carla Touly kann aus Valladolid sportliche Impulse mitnehmen. Auch für sie steht als nächstes Ziel das Bordeaux P2 an.
Valladolid P2 im Kontext der Premier Padel
Das Valladolid P2 ist Teil eines dichten internationalen Turnierkalenders, in dem P2-Events eine zentrale Rolle für Spielerinnen spielen, die zwischen den großen Premier-Padel-Stops Punkte sammeln und Form testen wollen. Die Veranstaltung in Valladolid zieht regelmäßig ein starkes Damenfeld an, in dem spanische, argentinische und französische Paarungen zu den dominierenden Nationen gehören.
Die frühen Ausscheiden von Collombon und Touly verdeutlichen, wie hart der Wettbewerb auf diesem Niveau ist. Selbst leicht favorisierte oder über die Qualifikation motivierte Duos können an einem Tag an Gegnerinnen scheitern, die im richtigen Moment die bessere Taktik und Mentalität an den Tag legen. Caparros und Bidahorria nutzten ihre Chance, während Rufo und Castello ihre Erfahrung in einem dramatischen ersten Satz unter Beweis stellten.
Mit Blick auf die kommenden Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit der französischen Szene auf Bordeaux. Dort treffen mehrere Akteurinnen erneut aufeinander, und für Collombon wie für Touly bietet das Heimturnier die Gelegenheit, die Ergebnisse aus Valladolid hinter sich zu lassen. Ob die Lyonerin ihre Form drehen kann oder Touly den Schwung aus der Qualifikationsrunde weiterträgt, wird eines der spannenden Narrative des nächsten Premier-Padel-Stops.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Turnier: Valladolid P2, Premier Padel, Valladolid, Spanien
- Collombon / Sharifova (TS16) verlieren in Runde eins gegen Caparros / Bidahorria mit 6:3, 6:3
- Touly / Lopez (aus Qualifikation) unterliegen Rufo / Castello mit 7:6, 6:3
- Collombon: Weltrangliste Platz 37; Sharifova: Platz 33
- Nächstes Ziel beider Spielerinnen: Bordeaux P2 auf dem Premier-Padel-Kalender