24H Padel: Meru Team siegt nach 24 Stunden in Chambly
Der New Padel Club in Chambly hat ein Wochenende der Superlative erlebt: Bei der zweiten Ausgabe der „24H Padel“ kämpften 48 Spieler in sechs Mannschaften rund um die Uhr auf den drei Plätzen des Vereins. Nach 24 Stunden ununterbrochenem Spiel setzte sich das Meru Team ohne Niederlage durch und sicherte sich den Sieg bei der Ausgabe 2026.
Ein Ausdauertest über 24 Stunden
Das Konzept ist so einfach wie anspruchsvoll: 24 Runden à eine Stunde, ohne Unterbrechung, gleichzeitig auf allen drei Courts des Clubs. Die Teilnehmer wurden in sechs Teams à acht Spieler aufgeteilt und wechselten sich während einer echten Nacht ohne Schlaf ab. Jede Stunde begann ein neues Match, während die Teams nach dem Prinzip der Montante-Descendante agierten: Ein Sieg bedeutete den Aufstieg auf den nächsthöheren Platz, eine Niederlage den Abstieg.
Dieses Format verlangt den Athleten nicht nur körperliche Belastbarkeit ab, sondern auch taktisches Geschick über einen extrem langen Zeitraum. Die Kapitäne mussten Rotationen planen, Doppelpaarungen zusammenstellen und die Spielzeit jedes Einzelnen so verteilen, dass die Mannschaft bis zur letzten Runde leistungsfähig blieb. Wer zu früh seine stärksten Paarungen einsetzte, riskierte in den späteren Stunden einen Einbruch – wer zu spät reagierte, verpasste wertvolle Punkte im Gesamtklassement.
Die Montante-Descendante-Logik sorgte zudem für permanente Bewegung im Ranking. Kein Team konnte sich auf einem Platz ausruhen: Jede Stunde bot die Chance aufzusteigen oder zwang zur Abwehr gegen den Abstieg. So entstand ein Wettkampf, der an Spannung und Dynamik kaum zu überbieten war – von der ersten bis zur 24. Runde.
Der New Padel Club hatte mit der Premiere bereits gezeigt, dass das Format funktioniert. Die zweite Ausgabe bestätigte den Erfolg und zog erneut ein volles Teilnehmerfeld an. Viele Spieler kehrten zurück, andere wagten erstmals den Sprung in ein Event, das körperliche Grenzen ebenso testet wie mentale Stärke und Teamzusammenhalt über einen ganzen Tag hinweg.
Zwischen den Runden blieb wenig Zeit zum Erholen. Snacks, kurze Pausen und gegenseitige Motivation hielten die Stimmung hoch, während draußen die Nacht hereinbrach und die Courts unter Flutlicht weiterhin zum Mittelpunkt des Geschehens wurden. Für Zuschauer bot sich ein einzigartiges Schauspiel: Padel nonstop, Stunde für Stunde, ohne Unterbrechung.
Live-Verfolgung per Web-App
Für die zweite Ausgabe hatte der New Padel Club eine eigene Web-Anwendung entwickelt, mit der sich Gesamtwertung, Ergebnisse und Team-Rotationen in Echtzeit verfolgen ließen. Die Spieler konnten dort ihren Spielplan einsehen, künftige Partner checken, ihre Einsatzzeit abrufen und die Entwicklung des Rankings über die gesamten 24 Stunden nachverfolgen.
Damit erhielten sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer ein professionelles Turniererlebnis, das weit über ein klassisches Vereins-Event hinausging. Die digitale Begleitung machte die Komplexität des Formats transparent und steigerte den Wettbewerbscharakter spürbar. Gleichzeitig blieb der Geist des Amateursports erhalten: Alle Begegnungen wurden im Auto-Arbitrage-Modus ausgetragen, bei dem Fairplay im Mittelpunkt stand und die Spieler selbst für die Einhaltung der Regeln verantwortlich waren.
Diese Kombination aus technischer Innovation und sportlicher Fairness unterstrich den Anspruch des New Padel Club, originelle Formate zu schaffen, die Community und Wettbewerb gleichermaßen in den Vordergrund stellen.
Meru Team bleibt unbesiegt
Am Ende der 24 Runden stand ein Team klar über dem Rest des Feldes. Das Meru Team absolvierte einen makellosen Parcours und gewann sämtliche 24 Begegnungen. Mit 66 Punkten und einer eindrucksvollen Differenz von plus 164 bestätigte das Siegerteam seine Dominanz vom ersten bis zum letzten Match.
Ein derart konsequenter Lauf über einen vollen Tag hinweg ist selbst in der Welt des Amateursports selten. Das Meru Team kombinierte offensichtlich smarte Kapitänsentscheidungen, ausgewogene Rotationen und stabile Doppelpaarungen zu einem Gesamtpaket, das keiner der fünf Konkurrenten brechen konnte. Während andere Teams zwischen Höhen und Tiefen pendelten, hielt die Spitzenmannschaft das Tempo und nutzte jede Runde, um den Vorsprung auszubauen.
Für die übrigen fünf Teams bleibt der Anreiz, im nächsten Jahr erneut anzutreten und die Herausforderung anzunehmen. Denn wer einmal das Format erlebt hat, weiß: 24 Stunden Padel sind mehr als ein Turnier – sie sind ein gemeinsames Abenteuer, das Mannschaftsgeist und Ausdauer auf die Probe stellt.
Die Zahlen der zweiten Ausgabe
Jenseits des Endklassements verdeutlichen die Statistiken das Ausmaß dieser besonderen Veranstaltung:
- 48 Spieler in 6 Teams
- 24 Stunden Wettkampf ohne Unterbrechung
- 24 Runden à eine Stunde
- 72 Matches auf 3 Plätzen
- 1.546 gespielte Games insgesamt
Diese Kennzahlen zeigen, wie intensiv die zweite Ausgabe der 24H Padel verlief: Die Sonne ging unter und wieder auf, während auf allen drei Courts unablässig gespielt wurde. Für einen Amateur-Padel-Wettbewerb in Frankreich sind das bemerkenswerte Dimensionen, die den Event als eines der außergewöhnlichsten Formate der Szene positionieren.
Termin für das nächste Jahr
Mit dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Ausgabe unterstreicht der New Padel Club sein Ziel, originelle Wettkampfformate anzubieten, die Sport, Strategie und Geselligkeit verbinden. Die Veranstalter haben den Teilnehmern bereits ein Wiedersehen im kommenden Jahr in Aussicht gestellt und wollen das Event weiter ausbauen.
Die 24H Padel etabliert sich damit Schritt für Schritt als einer der ungewöhnlichsten Amateur-Padel-Wettbewerbe Frankreichs. Wer Ausdauer, Teamwork und den besonderen Reiz einer durchgespielten Nacht auf dem Court sucht, findet in Chambly ein Format, das seinesgleichen sucht – und das nach der Meru Team im nächsten Jahr erneut neue Sieger hervorbringen dürfte.