Alonso trennt sich von Salazar, spielt mit Guinart
Im Damenfeld des Premier Padel bleibt es vor dem Málaga P1 in Bewegung. Kurz vor dem nächsten großen Turnier auf der Costa del Sol rückt ein weiteres Paar-Remake in den Mittelpunkt: Alejandra Alonso und Alejandra Salazar beenden ihr gemeinsames Projekt und setzen damit erneut Impulse in der Jagd um die vorderen Plätze im Weltranking.
Die beiden Spanierinnen hatten sich in den vergangenen Monaten als feste Größe im oberen Bereich des Damen-Circuits präsentiert. Ihre Trennung fällt allerdings in eine Phase, in der Salazar ohnehin den Abschied vom Profisport zum Ende der Saison 2026 angekündigt hat. Der Bruch kommt damit deutlich früher als erwartet und wirft unmittelbar Fragen nach der künftigen Ausrichtung beider Spielerinnen auf.
Alonso und Guinart bilden neue Top-Paarung
Die wichtigste Neuerung betrifft Alejandra Alonso, die künftig an der Seite von Marina Guinart antreten wird. Auf dem Papier startet das Duo als siebtbeste Paarung der Welt und verbindet zwei Spielerinnen, die aktuell zu den interessantesten Figuren im Damen-Padel gehören.
Alonso gilt als eine der vielversprechendsten Kräfte der jüngeren Generation. Sie bestätigt ihre Form regelmäßig auf höchstem Niveau und bringt Offensive sowie Tempo ins Spiel ein, die auch gegen etablierte Top-Paare wirksam sind. Guinart wiederum durchlebt vermutlich die stärkste Phase ihrer Karriere. Mit zunehmender Erfahrung und wachsender Selbstsicherheit hat sie sich zu einer Konstanten hinter den absoluten Spitzenreiterinnen entwickelt.
Sportlich erscheint die Verbindung logisch. Alonso liefert Dynamik und Druck, Guinart Stabilität und taktische Reife. Gemeinsam könnten sie schnell in die Gruppe jener Paare aufsteigen, die hinter den unangefochtenen Favoritinnen ernsthaft um Podestplätze mitspielen. Für den Premier Padel Málaga P1 bedeutet das eine zusätzliche Unbekannte im oberen Tabellenbereich.
Guinart verlässt Virseda – Velasco rückt nach
Die neue Kooperation zwischen Alonso und Guinart hat unmittelbare Folgen für ein weiteres etabliertes Duo. Guinart spielte bislang mit Vero Virseda, einer Paarung, die in den vergangenen Wochen zunehmend an Regelmäßigkeit gewann und mehrfach respektable Ergebnisse auf dem Circuit einfuhr.
Virseda hat ihre Antwort bereits gegeben: Für das Málaga P1 ist sie gemeinsam mit Jimena Velasco gemeldet. Damit setzt die erfahrene Spielerin auf eine Mischung aus Routine und junger Aufbruchsstimmung. Velasco zählt zu den Talenten, die im Damenfeld zuletzt deutlich an Sichtbarkeit gewonnen haben und bereit sind, Verantwortung in größeren Matches zu übernehmen.
Die Konstellation Virseda-Velasco mag auf den ersten Blick weniger spektakulär wirken als das neue Spitzenduo Alonso-Guinart, birgt aber Potenzial für überraschende Ergebnisse. Virseda kennt den Druck großer Turniere, Velasco bringt Frische und Unbekümmertheit mit. Ob diese Kombination im Málaga P1 sofort trägt, wird einer der spannenden Nebenstränge des Events.
Salazar ohne Partnerin – Unsicherheit vor Málaga
Am unklarsten ist derzeit die Lage von Alejandra Salazar. Die spanische Legende des Damen-Padels erscheint zum Premier Padel Málaga P1 bislang nicht auf der Meldeliste. Für eine Spielerin ihres Kalibers ist das ungewöhnlich und verstärkt Spekulationen über ihre unmittelbare Zukunft auf dem Court.
In den Gerüchten kursiert vor allem eine mögliche Partnerschaft mit Aranzazu Osoro. Diese Option wirkt jedoch kompliziert, weil beide Athletinnen überwiegend auf der rechten Seite agieren. Osoro müsste ihre Position wechseln, um an Salazars Seite sinnvoll eingesetzt zu werden – ein Schritt, der taktisch und sportlich nicht ohne Weiteres zu bewältigen ist.
Salazars Situation erinnert an die Unsicherheiten am Ende der vergangenen Saison, als Martina Calvo die gemeinsame Paarung beendete und ebenfalls kurzfristig nach einer neuen Lösung gesucht werden musste. Damals wie heute zeigt sich, dass der Damen-Transfermarkt im Padel selten langfristig planbar ist und dass selbst etablierte Stars von kurzfristigen Entscheidungen abhängig bleiben.
Für den Rest des Feldes bedeutet Salazars offene Partnerwahl eine zusätzliche Variable. Solange unklar ist, mit wem die ehemalige Weltspitze antritt, bleiben Ranglisten, Setzungen und taktische Vorbereitungen im oberen Bereich des Tablos in Bewegung. Gerade vor einem P1-Turnier in Málaga kann eine verspätete Meldung das Kräfteverhältnis spürbar verschieben.
Die wichtigsten Wechsel im Überblick
- Alejandra Alonso und Alejandra Salazar beenden ihre Paarung vor dem Málaga P1
- Alonso bildet mit Marina Guinart voraussichtlich die Weltranglisten-Paarung Nummer 7
- Guinart trennt sich von Vero Virseda, die mit Jimena Velasco am Málaga P1 startet
- Salazar ist derzeit nicht für Málaga gemeldet, Spekulationen um Osoro bleiben unbestätigt
- Salazar plant den Karriereabschluss zum Ende der Saison 2026
Der Premier Padel Málaga P1 rückt damit nicht nur als sportliches Highlight der Costa del Sol in den Fokus, sondern auch als erste große Bühne für mehrere neu formierte Damenpaare. Alonso und Guinart werden unter besonderer Beobachtung stehen, Virseda und Velasco suchen den schnellen Beweis ihrer neuen Chemie, und im Hintergrund bleibt die Frage offen, wie Salazar ihre letzte Saison organisiert.
Für Fans des Damen-Padels bedeutet die aktuelle Phase vor allem eines: Das Tabellen-Gefüge hinter den absoluten Top-Favoritinnen ist wieder einmal in Bewegung. Neue Duos, frische Konstellationen und ungelöste Partnerfragen sorgen dafür, dass der Start in Málaga mit deutlich mehr Spannung verbunden ist als reine Ranglisten-Zahlen vermuten lassen.