GB-Teams früh raus beim FIP Junior Euro Padel Cup
Beim Debüt beider britischen Teams beim FIP Junior Euro Padel Cup in Porto ist die Qualifikationsphase ohne Einzug in die Final-8-Runde geendet. Sowohl die Jungen- als auch die Mädchen-Auswahl von Großbritannien verabschiedeten sich nach engen und teils dramatischen Begegnungen aus dem Turnier, das die besten Nachwuchsmannschaften Europas in Portugal zusammenführt. Trotz mutiger Auftritte reichte es für beide Kader nicht für den Sprung in die nächste Phase des Kontinentalwettbewerbs.
Für die britischen Teams war der Auftritt in Porto ohnehin mit besonderer Bedeutung verbunden. Erstmals seit der Einführung des Wettbewerbs nahmen britische Jungen und Mädchen an diesem prestigeträchtigen Turnier teil. Die Qualifikation vom 27. bis 29. Juni entschied darüber, welche Nationen neben den bereits gesetzten Favoriten in die Final 8 einziehen. Großbritannien musste sich dabei in einem hochklassigen Feld behaupten und zeigte zunächst vielversprechende Leistungen.
Jungen scheitern knapp an Dänemark
Das Team der britischen Jungen startete mit drei Siegen ins Turnierwochenende. Gegen Estland, Finnland und Polen setzten sich die Spieler durch und bauten damit eine solide Ausgangsposition in Gruppe D auf. Am Montagmorgen stand das entscheidende Duell gegen Dänemark an, das darüber entscheiden sollte, wer die Gruppe anführt und sich für die Final 8 qualifiziert.
Die Begegnung entwickelte sich zu einem hart umkämpften Nationsvergleich über drei Altersklassen. Im U14-Rubber verloren Tyler Coles Monfillo und Shay Hanif mit 6:2, 6:4 gegen Karl-Emil Angermair und Marius Damgaard Bojesen. Damit geriet Großbritannien früh unter Druck und musste in den folgenden Begegnungen aufholen.
Das U16-Doppel Oliver Grantham und Harley Dixon lieferte den mitreißendsten Moment des britischen Turnierauftritts. In einem langen, nervenaufreibenden Match unterlagen die beiden dänischen Gegnern Pelle Hansen und Lasse Leiholm mit 7:5, 7:6 (3). Die Entscheidung fiel erst im Tiebreak des zweiten Satzes und ließ die britische Mannschaft nur einen Schritt vom erhofften Gruppensieg entfernt.
Im nachrangigen U18-Rubber siegten Ben Phillips und Cochise Bennett deutlich mit 6:1, 6:2. Der klare Erfolg konnte die Niederlagen in den beiden entscheidenden Partien jedoch nicht mehr ausgleichen. Dänemark sicherte sich den Gruppensieg und zog damit in die Final 8 ein, während Großbritannien trotz eines starken Wochenendes in der Qualifikation ausscheiden musste.
Mädchen früh ausgeschieden nach Belgien-Niederlage
Auch bei den britischen Mädchen endete das Turnier in der Qualifikationsphase, wenngleich der Ausgang bereits nach dem ersten Spiel am Samstag praktisch besiegelt war. Großbritannien wurde in die einzige Dreiergruppe des Wettbewerbs gelost. In diesem Format reichte bereits eine frühe Niederlage, um den Gruppensieg unmöglich zu machen.
Gegen Belgien begannen Rosie Allen und Elizabeth Vellacott im U14-Bereich vielversprechend und gewannen mit 6:3, 6:0 gegen Anna Wauters und Marie van Bruyssel. Im U16-Match verloren Chloe de la Mare und Lucy Bertram jedoch mit 7:5, 6:4 gegen Nanou Vereertbrugghen und Hanne van Bruyssel. Damit rückte Belgien in eine entscheidende Position.
Im abschließenden U18-Rubber konnten Rosie Quirk und Aimee Connolly den Rückstand nicht mehr aufholen. Gegen Axelle Moens und Llum Martorell Gruwez unterlagen sie mit 6:3, 6:4. Der 2:1-Erfolg Belgiens bedeutete, dass Großbritannien den Gruppensieg nicht mehr erreichen konnte und damit faktisch aus dem Rennen um die Final 8 war.
Am Sonntag folgte zwar noch ein deutlicher 3:0-Sieg gegen die Tschechische Republik, bei dem die britische Mannschaft insgesamt nur vier Spiele abgab. Sportlich wertvoll war dieser Auftritt, für die Qualifikation blieb er jedoch ohne Bedeutung. Beide britischen Teams beendeten die Gruppenphase auf dem zweiten Platz.
Final-8-Feld steht fest
In der Jungen-Konkurrenz ziehen Italien, Portugal, die Niederlande und Dänemark als Gruppensieger in die Final 8 ein. Dort treffen sie auf die automatisch qualifizierten Teams aus Spanien, Frankreich, Schweden und Belgien. Bei den Mädchen sicherten sich Belgien, Schweden, die Niederlande und Finnland die Gruppenersten-Plätze und stoßen zu Spanien, Italien, Portugal und Frankreich.
Das Turnierformat unterstreicht den teamorientierten Charakter des FIP Junior Euro Padel Cup. Jeder Ländervergleich besteht aus drei Rubbers in den Altersklassen U14, U16 und U18. Erfolg hängt damit nicht von einer einzelnen Doppelkonstellation ab, sondern von der Breite und Konstanz des gesamten Kaders. Für Großbritannien lieferte der Auftritt in Porto wertvolle Erfahrungen gegen etablierte Padel-Nationen, auch wenn der erhoffte Einzug in die Final 8 ausblieb.
Ergebnisse und Ausblick
Alle aktuellen Ergebnisse und Tabellenstände des FIP Junior Euro Padel Cup sind auf der offiziellen FIP-Website einsehbar. Die Begegnungen werden zudem live auf dem YouTube-Kanal der FIP übertragen. Aus dem britischen Lager in Porto wird in Kürze mit Reaktionen auf das gemeinsame Debüt beider Teams gerechnet.
Für den britischen Nachwuchspadel markiert der Auftritt in Porto einen wichtigen Meilenstein, auch wenn beide Mannschaften früh ausscheiden mussten. Die knappen Niederlagen gegen starke europäische Gegner zeigen, dass Großbritannien auf diesem Niveau bereits konkurrenzfähig auftritt und mit weiterer internationaler Turnierpraxis weiter wachsen kann.